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Showcase 13 · Drei-Körper-Problem

Drei Sonnen

Sie stehen auf einer Welt mit drei Sonnen. Sie ziehen einander an, und keine Bahn wiederholt sich; jede Sonne wirft ihren eigenen farbigen Schatten. Je nachdem, wie viel Licht den Boden erreicht, kommt Ruhe, Frost oder Gluthitze. Greifen Sie eine Sonne am Himmel und ziehen Sie sie an einen anderen Ort: Ab dem Loslassen übernimmt die Schwerkraft.

Standbild: Steinplatten auf einer weiten Ebene unter violettem Himmel, links tief eine rosafarbene Sonne; die anderen Sonnen werfen farbige Schatten

Die Live-Demo benötigt JavaScript und WebGL 2. Das Bild zeigt die Ebene unter drei Sonnen; die Erklärung unten ist auch ohne sie lesbar.

So funktioniert es

Die drei Sonnen sind drei gleich schwere Körper, die sich nach Newton anziehen. Ein Integrator rechnet ihre Bewegung in kleinen Schritten voraus. Am Anfang laufen sie auf der berühmten Achterschleife, einer der wenigen stabilen Lösungen des Drei-Körper-Problems. Schon ein kleiner Eingriff bricht sie auf, und die Bewegung wird chaotisch: Sie lässt sich rechnen, aber nicht auf Dauer vorhersagen. Damit keine Sonne für immer verschwindet, holt ein weicher Rand sie zurück; diesen Rand gibt es nur auf der Bühne, nicht in der Physik.

Die Welt hängt über der Ebene der Sonnen und dreht sich, so gehen sie auf und unter. Boden, Hügel und Steinplatten sind eine einzige Formel, die ein Fragment-Shader für jedes Pixel abtastet (Raymarching). Für jede Sonne läuft ein eigener Schattenstrahl, deshalb wirft jede Platte bis zu drei Schatten in den Sonnenfarben. Aus dem Licht am Boden ergibt sich langsam eine Wärme: Bei wenig Licht bildet sich Reif, bei viel glühen Risse im Boden. Das ist eine künstlerische Übersetzung, kein Klimamodell. Alle Farben stammen aus den Design-Tokens.